Martin Schüwer-Publikationspreis für herausragende Comicforschung

Die AG Comicforschung der Gesellschaft für Medienwissenschaft (GfM) und die  Gesellschaft für Comicforschung (ComFor) loben seit 2018 gemeinsam den Martin Schüwer-Publikationspreis für herausragende Comicforschung aus.

Der Preis wird jährlich verliehen und fördert den wissenschaftlichen ‚Nachwuchs‘, d.h. Wissenschaftler_innen, die, unabhängig von ihrem tatsächlichen Alter, noch keine unbefristete akademische Anstellung innehaben. Mit der Auszeichnung herausragender Veröffentlichungen aus dem Bereich der interdisziplinären Comicforschung soll der Publikationspreis zur nachhaltigen Sichtbarmachung, Förderung und Vermittlung comicbezogener Forschungsarbeit beitragen.

Der Preis ist nach dem 2013 viel zu früh verstorbenen Anglisten und Comicforscher Martin Schüwer benannt. Seine Dissertation Wie Comics erzählen (2006) hat Neuland für die narratologische Comicforschung erschlossen und ist zu einem Standardwerk der deutschsprachigen Comicforschung geworden. Mit dieser und seinen weiteren Arbeiten zu Comics sowie zur Didaktik der englischsprachigen Literatur hat Martin Schüwer Maßstäbe für die Exzellenz, die Zugänglichkeit und die Reichweite gesetzt, die Publikationen in unseren Fächern erreichen können. Als Comicforscher wie als Mensch zeichnete er sich durch seine interessierte und offene Art im Umgang mit anderen aus. Gemeinsam, im Austausch und im Abgleich mit anderen, wollte er sein Fach weiterbringen. Diesen Zielen widmen wir den Preis in seinem Namen.

Call for Nominations 2020

Deadline für Einreichungen war der 31.3.2020

Einreichung und Nominierungen:

Zur Nominierung angenommen werden bereits publizierte Beiträge von Artikel- oder Kapitellänge. Sie können als Artikel in Sammelbänden oder Zeitschriften, als Kapitel in längeren Monografien, aber auch als Essays und andere Textformen ähnlicher Länge erschienen sein. Die eingereichten bzw. nominierten Texte können von einem_einer oder mehreren Autor_innen verfasst worden sein. Alle Verfasser_innen dürfen zum Zeitpunkt der Nominierung noch keine unbefristete akademische Anstellung innehaben.

Beiträge, die für den Martin Schüwer-Preis 2020 nominiert werden, müssen zwischen 1. Januar 2018 und 31. Dezember 2019 in deutscher oder englischer Sprache publiziert worden sein. In Druck befindliche oder zur Publikation angenommene Texte können nicht berücksichtigt werden. Wiederholte Einreichungen sind nicht möglich. Ebenfalls ausgeschlossen sind ganze Monografien und unveröffentlichte Qualifikationsschriften. Die Herausgeber_innenschaft von Sammelbänden oder Zeitschriftenausgaben ist nicht nominierungsfähig, wohl aber einzelne Beiträge in diesen Sammlungen.

Die Nominierung umfasst den nominierten Text und eine kurze Begründung (500-1000 Wörter). Selbstnominierungen sind möglich und erwünscht. Deadline für alle Einreichungen ist der 31. März 2020. Bitte senden Sie Ihre Nominierungen als ein vollständiges pdf an schuewer-preis@comicgesellschaft.de.

Preis und Preisvergabe:

Die Preisverleihung mit einem eingeladenen Vortrag des_der Preisträger_in findet im Rahmen der Jahrestagung der Gesellschaft für Comicforschung (8.-10. Oktober 2020) statt. Er_sie wird ebenso als Mitglied der Jury des folgenden Jahres eingeladen und erhält außerdem die auf 500,00 € dotierte Preissumme.

Bisherige Preisträger_innen

2020:

    • Gesine Wegner: „Reflections on the Boom of Graphic Pathography: The Effects and Affects of Narrating Disability and Illness in Comics“.
    • Lobende Erwähnung für Joanna Nowotny: „Repetition oder Revolution? Posthumane Identitätsentwürfe im Superheldencomic der Gegenwart“.

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2019:

    • Dorothee Marx (née Schneider): “The ‘Affected Scholar’. Reading Raina Telgemeier’s Ghosts as a Disability Scholar and Cystic Fibrosis-Patient”.
    • Lobende Erwähnungen für
      Nina Eckhoff-Heindl :„Opazität und Transparenz: Überlegungen zum poietischen Potenzial in Chris Wares Comics und Animationen“ sowie für
      Lukas Etter:
      „Visible Hand? Subjectivity and Its Stylstic Markers in Graphic Narratives”.

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